Die unsichtbare Frau

Text: Markus Nickl

„Der unsichtbare Mann“ – so nannte Ralph Ellison seinen Roman, mit dem er auf die Lage der schwarzen Bevölkerung der USA in der Nachkriegszeit aufmerksam machte. Sind Frauen genauso unsichtbar, wie der Titel andeutet? Und hat das etwas mit Technischer Dokumentation zu tun?

Inhaltsübersicht

Lesedauer: 12:26 Minuten

Im ersten Moment möchte man die Frage nach der unsichtbaren Frau verneinen. Aber es gibt Gründe, sich einmal genauer Gedanken darüber zu machen, ob wir hier eine unnötige Barriere aufbauen. Berücksichtigen wir Frauen in Technischer Dokumentation wirklich so, dass Anleitungen ihre Wirkung für die Hälfte unserer Leserschaft voll entfalten können?

Texte – weibliche Dimensionen

Beschäftigen wir uns also einmal mit Texten aus einem weiblichen Blickwinkel. Im Kern geht es dabei um die Frage: Sind Texte (auch) für Frauen gemacht, sind sie für Frauen genauso gut nutzbar wie für Männer? Mit dieser Frage hängt ein zweiter Aspekt zusammen: Werden Frauen in Texten genauso häufig erwähnt wie Männer, finden sie genauso viel Berücksichtigung? Es geht hier also auf der einen Seite um die kommunikative Wirkung von Texten und auf der anderen Seite um den Inhalt, der in Texten kommuniziert wird.

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Die unsichtbare Frau