Anleitungen für die Mustermanns

Text: Werner Schweibenz

Viele Unternehmen scheuen aus Kostengründen eine spezielle Analyse der Anforderungen und Gewohnheiten ihrer Anwender. Daher bleiben für die Technische Dokumentation Fragen nach der Zielgruppe, deren Erwartungen und nach Verbesserungsmöglichkeiten unbeantwortet. Eine Brücke schlägt der Wissenschaftler Alan Cooper, der für Software Beispielanwender entwickelt hat – Personas. Der Einsatz von Personas ist allerdings nicht nur auf den Software-Bereich beschränkt.

Inhaltsübersicht

Lesedauer: 05:00 Minuten

Grundlage des Persona-Verfahrens ist der Entwurf typischer Anwender. Diese stehen stellvertretend für eine Zielgruppe, nach deren Anforderungen eine Technische Dokumentation verbessert werden kann. Die Optimierung findet während der Konzeptionsphase der Dokumentation statt. Die Personas dienen dabei als Werkzeug, fließen selbst aber nicht in die Dokumentation ein.

Zielgruppe

Die Bedürfnis- und Zielgruppenorientierung ist wichtig, denn eine Dokumentation wird den Anwendern nur dann gerecht, wenn sie so gestaltet ist, wie es die Anwender erwarten, und wenn sie die Informationen enthält, die für die Anwender wirklich nützlich sind. Dies zeigt der Nutzen- und Gratifikationsansatz der Medienpsychologie.

Aufgabe der TD

Nach diesem Ansatz der Medienpsychologie [1] sind Anwender mit einer Technischen Dokumentation dann zufrieden, wenn sie ihre Bedürfnisse befriedigt (Gratifikation) und wenn ...