Die bessere Kamera?

Text: Ulrich Thiele

Die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat, sagte der Fotograf Eliott Erwitt. Wahrscheinlich sind Smartphones deshalb so beliebt und laufen klassischen Fotokameras den Rang ab. Denn an der fotografischen Qualität kann es kaum liegen. Oder womöglich doch?

Die in Smartphones eingebauten Kameras bringen alle Voraussetzungen für schlechte Fotos mit. Zwar sollte der Technische Redakteur meinen, dass neue Entwicklungen in der Kameratechnik die physikalischen Grundgesetze nicht ausschalten können, aber dennoch ist die Schnappschuss-Qualität aktueller Modelle beeindruckend gut. Kann man diese Geräte tatsächlich auch für anspruchsvolle Sachaufnahmen in Gebrauchsanleitungen verwenden? Überraschendes Ergebnis: Ja, man kann, und das mit nur wenigen Einschränkungen und durch Beachten einiger Tipps.

Einige Grundlagen vorweg

Für die Qualität von Fotos aus Digitalkameras spielen die Sensorgröße und die Objektivqualität die entscheidenden Rollen. Beide Parameter werden von immer mehr Herstellern reduziert, vorrangig aus Kostengründen.

Physikalisch führen verkleinerte Sensorgrößen bei gleicher Megapixelzahl zunächst einmal zu einer geringeren Fläche ...