Maluma und Takete

Text: Steffen-Peter Ballstaedt

Die Technische Kommunikation ist historisch in eine breite kulturelle Tradition eingebettet mit Bezügen zu Philosophie, Handwerk, Kunst und Wissenschaft. Heute: Lautsymbolik.

Inhaltsübersicht

Lesedauer: 02:46 Minuten

Es gehört zur festen Lehrmeinung der Sprachwissenschaft, dass Wörter eine Sache beliebig bezeichnen. Symbolische Zeichen sind definitionsgemäß konventionell. So heißt der Hund im Französischen „chien“, im Englischen „dog“.

Die Nachahmung von Lauten

Einen kleinen Zweifel an der Zufälligkeit von Bezeichnungen haben schon immer Wörter ausgelöst, die das, was sie bezeichnen, lautmalerisch nachahmen: sausen, klirren, hauchen, knistern, zischen, Blitz, Knall, Gezwitscher, Kuckuck. Im Deutschen ist der lautmalende Wortschatz begrenzt, etwa im Koreanischen oder Japanischen ist er bedeutend umfangreicher. Das hat einige Sprachwissenschaftler dazu geführt, den Ursprung der Wörter in der Nachahmung von Geräuschen unserer Umgebung zu vermuten, abschätzig die Wau-Wau-Theorie der Sprachentstehung genannt. In der Lyrik wird viel von Lautmalerei Gebrauch gemacht, und aus dem Comic kennt jeder ...