Produktbeobachtung in den USA

Text: Carl-Otto Bauer

Die USA haben im November 2000 ihre Rahmenbedingungen zur Produktbeobachtung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugzubehör verschärft. Auslöser der Gesetzesinitiative waren isolierte Rückrufaktionen der Hersteller ohne die Sicherheitsbehörden zu informieren. Ergebnis ist der „Tread Act“, der die Hersteller zu einer unverzüglichen Information der Behörden verpflichtet und auch die Technische Dokumentation als Teil des Produktes betrifft.

Inhaltsübersicht

Lesedauer: 05:35 Minuten

Als Folge spektakulärer Rückrufe ausgelöst durch Produktfehler hat der amerikanische Kongress das Gesetz „Tread Act“ (Public Law 106-414) verabschiedet ( www.treadportal.com ). Es soll eine umgehende Information der Aufsichtsbehörden sicherstellen. Eine solche Rückrufaktion betraf beispielsweise den Autohersteller Ford. Dieser musste 13 Millionen Reifen des Herstellers Firestone zurückholen. Die Reifen waren mit einem Geländewagen ausgeliefert worden. Bei der Fahrt konnte sich die Lauffläche des Reifens lösen.
Die Bezeichnung Tread Act steht für die Aufgaben des Gesetzes:
T ransportation – Transport
R ecall – Rückruf
E nhancement – Steigerung
A ccountability – Verantwortlichkeit
D ocumentation – Dokumentation.
Das Gesetz verpflichtet die Hersteller von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeug-Zubehör, der US-Aufsichtsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) alle ...