Ausgabe 06/19 als PDF verfügbar

Text: Gregor Schäfer

Die aktuelle Ausgabe der 'technischen kommunikation' als PDF - zum freien Download für alle Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite. Der Schwerpunkt lautet "Recherchieren in der Praxis". Um was es darin geht? Das verrät das Editorial.

Inhaltsübersicht

Lesedauer: 01:33 Minuten

Das Richtige zum Frühstück

Im Naturkostladen fragt der Verkäufer freundlich: „Darf ich Ihnen beim Finden helfen?“ Eine überraschende Frage, denn sonst heißt es meist: „Suchen Sie etwas Bestimmtes?“ Wahrscheinlich hat der Verkäufer vor Kurzem ein Coaching besucht wie „Kundenbindung leicht gemacht“ oder „mit Sympathie im Handel punkten“.

An der Technischen Kommunikation hat er sich jedenfalls bestimmt nicht bedient. Denn dort spricht man von „Informationsbeschaffung“, ganz im Zeichen der Professionalität. Die Informationsbeschaffung ist Teil eines Modells, das die tekom auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Es zeigt sieben Arbeitsschritte auf dem Weg zum Informationsprodukt.

Die Informationsbeschaffung oder ganz altmodisch auch Recherche ist aufwendig: Sie bedeutet, Bestehendes prüfen und Neues ermitteln – in Datenbeständen oder im Gespräch mit den Kollegen, die sich ein neues Produkt oder eine neue Software ausgedacht haben. Ganz vorne stehen dabei die Entwickler. Doch bis zur „Hilfe beim Finden“ ist es oft ein weiter Weg. Das Experteninterview ist terminiert, eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter aus der Technischen Redaktion vor Ort. Der Gesprächspartner aus der Produktentwicklung ist aber introvertiert und hat Mühe zu erklären, was das neue Produkt vom alten unterscheidet. Oder das Gegenüber ist redselig und detailverliebt und schwärmt unablässig von den Neuerungen. Greifbare Informationen sind allerdings nicht darunter.

Auf solche Gespräche kann man sich vorbereiten und sie trotz allem zielführend beenden. Mehr darüber steht im Schwerpunkt von Ausgabe 06/19 der 'technischen kommunikation'. Außerdem: Wie kann man einen Anwender beim Informationen-Finden unterstützen? Im Grunde gelingt das ganz einfach mit einem durchdachten Index und mit klarer Typografie. Im Naturkostladen ist es unproblema­tischer. Zumindest wenn man auf einen aufgeweckten Verkäufer trifft. Am Ende hat der Kunde genau das erhalten, was er wollte – Dinkelschrot als Zutat für sein Frühstücksmüsli. So einfach kann es manchmal sein.

Ihr Gregor Schäfer

Ausgabe 06/19 als PDF - anlässlich der tekom-Jahrestagung

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