Genitiv ohne Schrecken

Text: Markus Nickl

Wer für den Genitiv und seine Verwendung in der Technischen Dokumentation klare Regeln definiert, tut sich deutlich leichter. Der Genitiv verliert damit viel von seinem Schrecken.

Inhaltsübersicht

Lesedauer: 02:54 Minuten

In Ausgabe 02/26 der ‚technischen kommunikation‘ haben wir uns angesehen, warum der Genitiv so umstritten ist. [1] Der Grund: Der Genitiv wird oft als veraltet und behördlich, in jedem Fall aber als sprachlich gehoben angesehen. Genau diese Eigenschaften sind es, die den Genitiv auch in der Technischen Dokumentation zu einer Konstruktion machen, die mit Vorsicht eingesetzt werden will. Doch wie sollte eine Technische Redaktion in der Praxis mit dem „Problemfall“ Genitiv umgehen?

Was sagen die Standards?

Wenn es um sprachliche Standardisierung geht, lohnt sich in der Technischen Dokumentation immer ein Blick in die relevanten Normen und Standards. Tatsächlich lassen sich in der DIN 8581-1 „Einfache Sprache“ und im tekom-Praxisleitfaden über „Deutsch für die Technische Kommunikation“ Empfehlungen zum Gebrauch des Genitivs finden. Die DIN 8581-1 setzt vergleichsweise breit an. Zunächst ...

Eine Frau hält sich die Hände vor das Gesicht.