Kleiner Mensch, wie’s tun?

Text: Dirk Frede

Die Überwachung harmonisierter Normen ist aufwendig und ressourcenintensiv. Mit einem strukturierten Vorgehen lässt sich der Aufwand reduzieren und die Aktualität der Normen sicherstellen. Auch kleinere Technische Redaktionen können es anwenden.

Inhaltsübersicht

Lesedauer: 09:18 Minuten

Notgedrungen, teils zähneknirschend, akzeptieren wir, dass für die Entwicklung technischer Produkte Normen benötigt werden, die es zu kaufen und dann aktuell zu halten gilt. Diese Normenverwaltung ist bei kleineren und mittleren Unternehmen an die Technische Redaktion angegliedert, da diese „eh die ganze Papierlage verwaltet“. Hier kann man Ressourcen an Geld und Arbeit versenken oder eben einsparen, je nach Umsetzung. Der Artikel stellt eine Do-It-Yourself-Lösung zur Überwachung vor, die bei einem geringen Pflegeaufwand spürbare Erleichterungen verspricht.

Gehen wir zunächst vom Worst Case aus: Ein Mittelständler (KMU) entwickelt und konstruiert eigene Produkte, die er selbst vertreibt. Die Produkte sind technisch komplex, risikobehaftet und zulassungspflichtig. Entsprechend benötigen sie ein CE-Kennzeichen, da EU-Richtlinien und Verordnungen im Rahmen des New Legal Frameworks (NLF) ...

David im Anzug steht Goliath im Anzug gegenüber.